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Britische Regierung setzt auf Open Source
Dienstag, den 2. März 2010 12:11
 

VON: LUDGER SCHMITZ

 

Behörden dürfen proprietäre Software nicht bevorzugen

 

Tom Watson, britischer Minister für „digital engagement“, hat einen Regierungsplan vorgelegt, der Open Source in der IT-Beschaffung der Behörden den gleichen Stellenwert wie proprietäre Lösungen gibt.

 

Der Regierungsplan für Open Source und offene Standards bringt nach einem Bericht der BBC die Waage zwischen quelloffen und proprietär in Balance. Er schreibt Regierungsbehörden vor, immer dann Open-Source-Lösungen zu verwenden, wenn „es keinen signifikanten Kostenunterschied zwischen Open- und Non-Open-Source-Produkten gibt“. Denn quelloffene Software besitze ein „inhärente Flexibilität“.

 

Im Detail will die britische Regierung erstens, dass Behörden offene Standards verwenden und auf ihrer Grundlage mit Bürgern und Unternehmen kommunizieren. Sie will zweitens sicherstellen, dass Open-Source-Lösungen angemessen in Betracht gezogen und dann zur Nutzung in Behörden ausgewählt werden, wenn sie den besten Wert für eine Investition liefern („where they deliver best value for money“).

 

Der Plan sieht drittens vor, die Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten von Regierungsstellen und ihren IT-Zulieferern so zu stärken, dass sich Open Source zum größten Vorteil nutzen lässt. Viertens soll die Open-Source-Kultur des Teilens, Wiederverwendens und der Zusammenarbeit bei Behörden und Lieferanten gepflegt werden. Fünftens müssen Systemintegratoren und Lieferanten proprietärer Lösungen nachweisen, dass ihre Produkte die gleiche Flexibilität und Möglichkeit zur Wiederverwendung bieten wie Open-Source-Produkte. Wiederverwendung nimmt darauf Bezug, dass sich proprietäre Software nicht einfach von einer Behörde zu einer anderen verschieben lässt, ohne noch einmal die vollen Lizenzkosten zahlen zu müssen.

 

 

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